Strandkörbe sind ein Symbol für die deutsche Ostseeküste – und die Insel Usedom ist ihre traditionsreiche Heimat. Hier befindet sich das Korbwerk Usedom, die älteste deutsche Strandkorbfabrikation. Seit Generationen entstehen hier in sorgfältiger Handarbeit die ikonischen Sitzmöbel, die nicht nur Komfort, sondern auch Küstenkultur verkörpern. Für Besucher und Liebhaber von Handwerk und maritimer Geschichte ist die Strandkorbfabrikation auf Usedom ein faszinierendes Ausflugsziel.
1. Die Geschichte der Strandkorbfabrikation auf Usedom
Die Tradition der Strandkorbfertigung reicht auf Usedom bis ins 19. Jahrhundert zurück. Ursprünglich als praktischer Wind- und Sonnenschutz für Badegäste entwickelt, avancierte der Strandkorb schnell zum Kultobjekt an der Ostsee. Das Korbwerk Usedom hat sich über Jahrzehnte hinweg einen Namen für Qualität, Langlebigkeit und liebevolle Verarbeitung gemacht – und gilt heute als älteste aktive Werkstatt dieser Art in Deutschland.
2. Vom Naturmaterial zum fertigen Strandkorb
Die Fertigung eines Strandkorbs ist ein komplexer Prozess, der mehrere Arbeitsschritte umfasst:
- Rahmenbau – Aus robustem Holz wie Teak, Eukalyptus oder Kiefer werden stabile Grundgerüste gefertigt.
- Flechtarbeiten – Mit Naturmaterialien wie Weidenruten oder modernen, wetterfesten Kunststoffgeflechten wird der charakteristische Korpus geschaffen.
- Polsterung – Hochwertige, wasserabweisende Stoffe werden zugeschnitten und sorgfältig vernäht.
- Montage der Ausstattung – Fußstützen, Klapptische, Getränkehalter und Verstellmechanismen werden integriert.
- Endkontrolle – Jeder Strandkorb wird vor Auslieferung geprüft, um höchste Qualität zu gewährleisten.
3. Handwerkliche Qualität, die Generationen überdauert
Ein traditionell gefertigter Strandkorb kann bei guter Pflege Jahrzehnte halten. Das Geheimnis liegt in der Verbindung aus solider Zimmermannsarbeit, kunstvollem Flechthandwerk und wetterfesten Materialien. Anders als industrielle Massenware ist jeder Korb ein Unikat, das individuell angepasst werden kann – von der Stoffauswahl über das Flechtmuster bis hin zu Sonderausstattungen.
4. Besuch in der Werkstatt – Ein Erlebnis für Gäste
Das Korbwerk Usedom öffnet seine Türen für Besucher, die den Handwerkern bei der Arbeit über die Schulter schauen möchten. In der Werkstatt kann man:
- sehen, wie Holzrahmen zugeschnitten und montiert werden,
- den kunstvollen Flechtprozess live erleben,
- Stoffmuster und Materialien selbst in die Hand nehmen,
- die Geschichte des Strandkorbs anhand alter Modelle und Werkzeuge entdecken.
5. Tradition trifft Innovation
Obwohl das Handwerk auf jahrzehntealten Techniken beruht, setzt das Korbwerk auch auf moderne Elemente. Wetterbeständige Kunststoffe, UV-beständige Stoffe und ergonomische Anpassungen sorgen dafür, dass die Strandkörbe den Anforderungen moderner Gäste gerecht werden, ohne ihren nostalgischen Charme zu verlieren.
6. Bedeutung für die Region
Die Strandkorbfabrikation ist nicht nur ein Handwerksbetrieb, sondern auch ein wichtiger Bestandteil der kulturellen Identität der Insel Usedom. Sie trägt zum Erhalt traditioneller Fertigkeiten bei, schafft Arbeitsplätze und ist ein attraktiver Anziehungspunkt für den Tourismus. Viele Besucher verbinden den Kauf eines Strandkorbs direkt mit einem Urlaubserlebnis auf der Insel.
7. Strandkörbe als Lifestyle-Produkt
Was früher fast ausschließlich am Strand stand, findet heute auch in Gärten, auf Terrassen oder sogar in Wellnessbereichen seinen Platz. Der individuell gefertigte Strandkorb ist zum hochwertigen Outdoor-Möbel avanciert, das Komfort, Design und Handwerk vereint.
8. Fazit
Die Usedomer Strandkorbfabrikation ist ein lebendiges Stück Ostsee-Geschichte. Wer die Verbindung aus maritimer Tradition, handwerklicher Perfektion und individuellem Design schätzt, findet hier ein echtes Meisterstück. Ein Besuch lohnt sich nicht nur für Strandkorb-Fans, sondern für alle, die authentisches Handwerk erleben möchten.