Usedom ist berühmt für seine flachen, breiten Sandstrände – doch wer etwas abseits des Bekannten sucht, sollte einen Abstecher zur Steilküste von Ückeritz machen. Die markante Kliffkante erhebt sich imposant über die Ostsee und bietet grandiose Ausblicke, stille Pfade und ein völlig anderes Landschaftserlebnis. Ein idealer Tipp für Wanderer, Fotografen und Naturfreunde.

Wo liegt die Steilküste von Ückeritz?

Die Steilküste befindet sich nördlich des Seebades Ückeritz, zwischen dem Campingplatz „Am Strand“ und der Grenze zur Gemeinde Bansin. Über Wanderwege entlang der Küstenlinie oder durch das Naturschutzgebiet Streckelsberg gelangt man direkt an den Rand des Kliffs. Der Küstenabschnitt ist Teil des sogenannten „Usedomer Mittelabschnitts“, wo die Insel besonders schmal ist und Achterwasser und Ostsee nur wenige Kilometer voneinander trennen.

Was macht die Ückeritz Steilküste so besonders?

Die Steilküste hebt sich stark vom klassischen Usedomer Landschaftsbild ab. Statt flacher Dünen erwartet dich hier:

  • Eine bis zu 15 Meter hohe Abbruchkante mit direktem Blick auf die Ostsee
  • Wilde, urwüchsige Natur mit Buchenwäldern und Küstenkiefern
  • Spektakuläre Aussichtspunkte bei Sonnenaufgang oder -untergang
  • Geologische Besonderheiten – alte Gesteinsschichten, Kliffs, Gletscherspuren

Die Küstenlinie verändert sich durch Erosion kontinuierlich. Wind, Wellen und Regen graben sich Jahr für Jahr weiter in das Kliff hinein – und erschaffen dadurch eine immer wieder neue Landschaft.

Wandern an der Steilküste von Ückeritz

Wer gerne wandert, kommt hier voll auf seine Kosten. Der Steilküsten-Wanderweg verläuft oberhalb der Kante und bietet traumhafte Blicke auf das Meer. Teilweise führen kleine Pfade hinab zum Strand – doch Vorsicht: Einige davon sind steil, rutschig oder durch Abbrüche nicht mehr sicher.

Empfohlene Route:

  1. Start am Parkplatz am Campingplatz Ückeritz
  2. Wanderung entlang des Kliffs Richtung Bansin (ca. 4 km)
  3. Rückweg durch den Küstenwald über den Höhenrücken

Höhepunkte:

  • Aussichtsplattform mit Bank auf halber Strecke
  • Abstieg zum naturbelassenen Strandabschnitt „Kölpinsee Kliff“
  • Wildromantische Küstenvegetation mit Meeresblick

Geologie & Natur an der Ückeritz Steilküste

Die Steilküste ist ein Lehrbuch der Erdgeschichte. Zu sehen sind Sedimentschichten aus der Weichsel-Kaltzeit, vermischt mit Gletschermoränen, Findlingen und Rutschungen. Besonders eindrucksvoll nach Regenfällen: Dann sind frische Erd- und Tonlagen freigelegt.

Auch die Flora ist besonders: An den Hängen wachsen Strandhafer, Sanddorn und Kriechweide. In den oberen Bereichen schließen sich Laub- und Mischwälder an. Vögel wie der Wanderfalke oder die Uferschwalbe nisten in den Hängen, während Möwen, Kormorane und Gänsesäger entlang der Küste kreisen.

Strand unterhalb der Steilküste – wild & ursprünglich

Wer den Abstieg wagt, wird belohnt: Der Strand unterhalb der Steilküste ist naturbelassen, fast menschenleer und frei von Bebauung. Große Findlinge liegen im Sand, angeschwemmte Hölzer erzählen von Stürmen und Wind. Baden ist hier möglich, allerdings ist das Wasser schnell tief – also nur für geübte Schwimmer empfehlenswert.

Hinweis: Teile des Strandes können je nach Wasserstand unzugänglich oder gefährlich sein. Bei Sturmflut oder starken Regenfällen besteht Rutschgefahr an der Kliffkante. Immer auf Warnschilder und Absperrungen achten!

Fototipp: Licht, Linien, Landschaft

Die Steilküste bietet exzellente Bedingungen für Naturfotografen:

  • Sonnenaufgang mit Blick nach Osten über die Ostsee
  • Schatten und Kontraste in den Kliffstrukturen am Nachmittag
  • Langzeitbelichtungen am Abend mit dramatischem Himmel

Für eindrucksvolle Perspektiven empfiehlt sich ein leichter Telezoom sowie ein stabiles Stativ für Langzeitbelichtungen. Die besten Spots liegen direkt oberhalb der Kliffkante oder von kleinen Lichtungen mit Meeresblick.

Fazit: Ückeritz Steilküste – die wilde Seite Usedoms

Usedom zeigt an der Steilküste von Ückeritz ein ganz anderes Gesicht: Dramatisch, naturbelassen, geologisch spannend. Ob beim Wandern, Fotografieren oder einfach beim stillen Staunen über die Kraft der Natur – hier lässt sich das „andere Usedom“ entdecken.

Tipp: Kombiniere den Kliff-Besuch mit einem Abstecher zum Achterwasser oder einer Rast in Ückeritz – dort erwarten dich Cafés, Hofläden und viel ländlicher Charme.

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